Das gestrige Nein der Caritas zu allgemeinverbindlichen Tarifverträgen in der Altenpflege löst in der SPD im Kreis Coesfeld strake Empörung aus.

"Die Nachricht ist ein bitterer Schlag im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und fairere Löhne für alle Beschäftigten in der Altenpflege. Durch die Entscheidung der Caritas sind die Verhandlun-gen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft gescheitert. Es gibt kein Tarifergebnis, welches auf die gesamte Pflegebranche mit Hilfe des Arbeitnehmerentsendegesetzes ausgeweitet werden kann", zeigt sich Johannes Waldmann, SPD-Bundestagskandidat verärgert.

Vorausgegangen waren lange Verhandlungen. In der Altenpflege gibt es viele Arbeitgeber und die Beschäftigten mit Tarifvertrag sind in der Minderheit.

"Was ist Glaubwürdigkeit?", fragt sich André Stinka, MdL und SPD-Unterbezirksvorsitzender. "Ich persönlich halte es mit Johannes Rau: Sagen was man tut und tun was man sagt. Als Katholik muss ich feststellen, dass meine Kirche dieses Prinzip schon lange nicht mehr verfolgt. Jetzt aktuell das besonders beschämende Beispiel der Caritas, die einen flächendeckenden Tarifvertrag ab-lehnt. Unser SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil hat lange für Verbesserungen gekämpft, damit die Beschäftigten in der Pflege besser bezahlt werden. Von Applaus lässt sich keine Miete bezahlen", so Stinka abschließend.

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