Vorschlag von Familienminister Joachim Stamp geht nicht weit genug

Andrè StinkaAndrè StinkaDie Corona-Krise hat das Leben in den Kindergärten fast vollständig zum Erliegen gebracht. Seit über zwei Monaten ist dies eine hohe Belastung für alle Familien. Zudem haben viele Kinder schlechtere Entwicklungschancen, weil der Kontakt zu Gleichaltrigen und zu den ErzieherInnen fehlt.

Ab dem 08. Juni soll es in NRW wieder einen eingeschränkten Regelbetrieb in den Kindergärten geben. Alle Kinder dürfen dann zurück in ihren Kindergarten gehen. Allerdings reduziert sich der vereinbarte Stundenumfang. Geplant ist eine Reduzierung um 10 Betreuungsstunden.

"Die Familien können nur ein reduziertes Angebot in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund und zur Unterstützung der Familien muss die vollständige Aussetzung der Gebühren kurzfristig bis zum 31. Juli verlängert werden", erklärt Andrè Stinka, MdL und SPD-Unterbezirksvorsitzender.

"Zudem wäre es sinnvoll, wenn eine grundsätzliche Gebührenfreiheit kurzfristig umgesetzt würde. Dies hätte positive konjunkturelle Effekte für die Wirtschaft und kann den Konsum beleben. Das Land NRW könnte so einen substanziellen Beitrag zur Erholung der Wirtschaft leisten", fordert Johannes Waldmann, Kreistagsabgeordneter und stellv. SPD-Unterbezirksvorsitzender.

Hermann-Josef VogtHermann-Josef VogtDie Corona-Krise hat gezeigt, dass die Abschaffung der Gebühren für den Kindergarten möglich ist. Für die Monate April und Mai sind keine Gebühren erhoben worden. Das Land NRW und die Kommunen haben jeweils zur Hälfte die Kosten übernommen. Andere Bundesländer zeigen bereits seit Jahren, dass eine Gebührenfreiheit finanzierbar ist. Rheinland-Pfalz, Hamburg oder Berlin sind gute Beispiele dafür.

"Das Land muss schon jetzt auch die Kommunen entlasten und alle Kosten der Gebührenaussetzung übernehmen", zeigt sich Landratskandidat Hermann-Josef Vogt besorgt über die Entwicklung der kommunalen Finanzen.

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